Systemische Beratung, Therapie und Supervision
im Bereich der Erziehungshilfen.

Wir helfen Familien in Krisen.
Gemeinsam finden wir Wege, auf denen neuer Zusammenhalt wächst.

Empfohlene Einrichtung der DGSF

"Systemsprenger"

Mit "Systemsprenger" sind Kinder und Jugendliche gemeint, bei denen es wiederholt zum Abbruch stationärer Maßnahmen aufgrund massiver Auffälligkeiten gekommen ist. Sie scheinen sich jeglicher pädagogischer Beeinflussung zu entziehen. Dennoch ist damit keine Eigenschaft gemeint, die dem Jugendlichen per se anhaftet, sondern beschreibt Verhaltensweisen als Ausdruck eines gescheiterten Hilfeprozesses.

Dort, wo ein aufwendiges Setting, z.B. eine geschlossene Unterbringung oder die erlebnispädagogische Maßnahme im Ausland nicht zum Ziel führt, suchen wir innerhalb der bestehenden Strukturen und innerhalb des rechtlichen Rahmens erzieherischer Hilfen nach Alternativen.

Veränderung beginnt im System.
Lösungen werden wahrscheinlicher, wenn

- die Unterstützung durch die Herkunftsfamilie wieder gewonnen wird,
- ein kleinster gemeinsamer Nenner zwischen Herkunftsfamilie und den
  beteiligten Institutionen (Jugendamt, Justiz, Psychiatrie, Polizei etc.)
  gesucht wird,
- eine Einigung auf einen gemeinsamen Lösungsweg gefunden wird und
- es gelingt, das Helfersystem wieder auf das Notwendige zu reduzieren. 

Wir stärken die Eltern, erweitern das Herkunftssystem sozialräumlich durch Einbeziehen familienexterner Ressourcen (Nachbarn, Freunde,
Gastfamilien).

"Motivation" der Jugendlichen ist nicht der Ausgangspunkt der systemisch-pädagogischen Interventionen, sondern ihr Ergebnis.

"Kooperation" der Familienmitglieder und die Zusammenarbeit des Herkunftssystems mit dem Helfersystem ist nicht Voraussetzung für den Hilfeprozess, sondern ihr Abschluss.
(vgl. Baumann; Kinder, die Systeme sprengen, Baltmannsweiler 2012)